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Historie Fortsetzung |
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Seite 2 von 13 Auftritt mit spitzen Federn Die Stellung der medizinischen Fachpresse zu stärken und ihre Arbeitsbedingungen - besonders bei der Kongreßberichterstattung - wesentlich zu verbessern, war Anliegen zweier Publikationen von Prof. Dr. Albert Eulenburg und Dr. Julius Schwalbe, beide damals Schriftleiter der in Berlin ansässigen "Deutschen Medicinischen Wochenschrift" (DMW) neben der "Münchener Medicinischen Wochenschrift" (MMW) das führende überregionale Organ. Ihnen schwebte eine freie Vereinigung der gesamten deutsch-sprachigen medizinischen Presse - einschließlich Österreichs und der deutschsprachigen Schweiz - vor, um deren Interessen stärker vertreten zu können. Als Vorbild diente die seit 1889 in Frankreich existierende "Association de la presse médicale", Traumziel war eine internationale Organisation der medizinischen Presse. Am 25.09.1894 war es soweit: Die "freie Vereinigung der deutschen medicinischen Fachpresse" wurde anlässlich der 66. "Versammlung deutscher Naturforscher und Ärzte" in Wien gegründet. Der Berliner Neurologe Prof. Dr. Albert Eulenburg (1840 - 1917) wurde zum Geschäftsführer gewählt. Eulenburg, der kurze Zeit den Lehrstuhl für Pharmakologie in Greifswald innegehabt hatte und für den Wiener Verlag Urban und Schwarzenberg die aufsehenerregende 15bändige "Real-Encyclopädie der gesamten Heilkunde" herausgegeben hatte (sie erschien mit noch mehr Bänden in 4 Auflagen), war niedergelassener Neurologe in Berlin, von 1894 - 1903 Schriftleiter der DMW und danach (zusammen mit Prof. Posner) Teilhaber einer prominenten Gemeinschaftspraxis am Schiffbauerdamm. Berlin wurde vorerst zum Sitz der Vereinigung bestimmt. Mitglieder des vierköpfigen Vorstandsausschusses wurden der bekannte Nephrologe Prof. Dr. Carl Posner (Berliner klinische Wochenschrift), Dr. Bernhard Spatz (MMW), Dr. E. Fischer (Medicinisch-chirurgisches Centralblatt, Wien) und Dr. Emanuel Frank (Allgemeine Wiener medizinische Zeitung). Ein Jahr später zählte man bereits 37 Mitglieder, die 34 Zeitschriften repräsentierten. Kolleginnen waren allerdings noch nicht dabei - nur wenige Universitäten ließen damals die "ihrer körperlichen und geistigen Veranlagung nach begrenzten Frauen" (Henius, 1895) Medizin studieren.
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