Historie Fortsetzung

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Das später veröffentlichte Statut der Vereinigung sieht vor, "das Ansehen und den Einfluß der medicinischen Fachpresse zu heben" und verlangt ein "geschlossenes Vorgehen gegenüber unberechtigten und schädlichen Bestrebungen, insbesondere gegen Auswüchse der medicinischen Journalistik". Der kämpferische Geist der Vereinigung wurde deutlich, als der Vorstand der "Gesellschaft deutscher Naturforscher und Ärzte" auf Anträge zur Berichterstattung von der Tagung 1895 in Lübeck nicht rechtzeitig reagierte. "Es ist dies eine Rücksichtslosigkeit der medizinischen Journalistik gegenüber, die wir nicht genug rügen können", war in der DMW zu lesen. Allerdings wurde dann auf der Tagung, die nun regelmäßig Anlaß der Jahresversammlung der Vereinigung wurde, ein ehrgeiziges Vorhaben verwirklicht, das auch Bestandteil des Status war: eine gemeinsame Berichterstattung der Vereinigung durch 5 für die Hauptsektionen entsandte Spezialberichterstatter zur Gewährleistung hochwertiger und schneller Referierung.

1896 wurden 37 Zeitschriften von 39 Mitgliedern repräsentiert. In den vierköpfigen Ausschuß kamen der bedeutenden Gastroenterologe Prof. Dr. Carl Anton Ewald (Berliner klinische Wochenschrift), Prof. Dr. M. Mendelsohn (Zeitschrift für Krankenpflege), Dr. Heinrich Adler (Wiener Medicinische Wochenschrift) und Prof. Dr. Honigmann (Wiesbaden). Kein geringerer als Rudolf Virchow (Archiv für pathologische Anatomie und Physiologie und klinische Medizin, seit 1902 Virchow's Archiv) wurde zum Ehrenmitglied ernannt.

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